Berlin, 3. August 2017

CO2-Emissionen schneller reduzieren: Gasbranche stellt konkrete Schritte vor

Zwölf Verbände der Gaswirtschaft, der Geräteindustrie und des Handwerks in Deutschland haben heute eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin zeigen sie konkrete Maßnahmen und Potenziale der Gasbranche auf, die zu einer schnellen und effizienten Reduktion von CO2-Emissionen beitragen.

„Wie auch die anderen Verbände, möchte INES den Prozess der Dekarbonisierung mitgestalten. INES ist überzeugt, dass der Energieträger Gas, insbesondere Erdgas und immer mehr in seinen CO2-neutralen Varianten Biomethan und grünes Gas als Produkt aus Power-to-Gas, eine tragende Rolle spielen kann und muss. Der Energieträger Gas ermöglicht die Kopplung von Strom- und Gasinfrastrukturen und damit die umfassende Nutzung von Strom aus Wind und Sonne – sowohl in Strom- als auch in Gasanwendungen. Dies kann der Energiewende in Deutschland neuen Schub verleihen. Diese Chancen und Potenziale unseres Energieträgers zeigen: Gas kann grün".

Die Verbändeerklärung illustriert Initiativen und Potenziale der Gasbranche auf den vier Feldern Wärmemarkt, Verkehrswende, Sektorkopplung und der Forschung einschließlich Markteinführung von emissionsarmen, innovativen Technologien.

Die Verbände knüpfen damit an ihren gemeinsamen Appell „Gas kann grün" vom Oktober 2016 und ihre Forderung an, den Energieträger Gas in den anstehenden energiepolitischen Entscheidungen angemessen zu berücksichtigen. Die heute veröffentlichte Erklärung baut darauf auf und stellt die konkreten Schritte der Branche für den Umwelt- und Klimaschutz in den Mittelpunkt.

Gemeinsame Verbändeerklärung der Gas-, Heizungs- und Bauwirtschaft: CO2-Emissionen mit Gas schneller reduzieren!

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Berlin, 25. November 2016

Gasmarktgebiete können auch mit marktgebietsinternen Maßnahmen noch deutlich verbessert werden!

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) hat im Rahmen des Marktdialogs der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Weiterentwicklung der deutschen Gasmarktgebiete eine Stellungnahme abgegeben. Als Grundlage der Diskussion hat die BNetzA im Mai 2016 ein Gutachten „zu Potentialen weiterer nationaler oder grenzüberschreitender Gasmarktgebietsintegrationen" veröffentlicht. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die beiden deutschen Marktgebiete die im Gas Target Model II (GTM II) definierten Liquiditätskriterien nicht vollständig erfüllen. Insbesondere die Kriterien für den Prompt- oder Forwardmarkt sind deutlich untererfüllt. Um die Liquiditätssituation in diesen beiden Marktsegmenten signifikant zu verbessern, eignet sich dem Gutachten folgend nur eine Zusammenlegung der deutschen Marktgebiete (NCG und GPL) mit dem niederländischen Gasmarktgebiet (TTF).

Ohne eine profunde Kosten-Nutzen-Analyse sieht sich INES allerdings zum aktuellen Zeitpunkt außer Stande, eine Empfehlung im Zusammenhang mit der Zusammenlegung der beiden deutschen Marktgebiete und dem TTF abgeben zu können. Allerdings lässt sich bereits heute festhalten, dass zentrale Voraussetzung einer solchen Zusammenlegung die vollständige Harmonisierung der Regeln innerhalb der Marktgebiete sein müsste. Ohne ein Level-Playing-Field könnten Wohlfahrtsgewinne bzw. Nutzen für Verbraucher nicht generiert werden. Wettbewerbsverzerrungen könnten sogar zu Wohlfahrtsverlusten führen.

Um die Marktgebiete in ihrem bestehenden Zuschnitt weiterzuentwickeln und damit die Liquiditätssituation in den deutschen Marktgebieten zu verbessern empfiehlt INES, vier marktgebietsinterne Maßnahmen umzusetzen:

  • Speicherumschlag nicht durch Mehrfachbelastungen mit Umlagen reduzieren
  • Absenkung der Multiplikatoren für Kurzfristbuchungen
  • Multi-Market-Speicher nicht in ihrer Flexibilitätsbereitstellung einschränken
  • Intra-Day-Handel mit Speichern nicht durch Transportrestriktionen verhindern

Alle vier Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den Nutzungsmöglichkeiten von Erdgasspeichern, da diese das wesentliche Flexibilitätsinstrument des Gasmarkts darstellen und damit zentrale Voraussetzung für einen liquiden Handelsplatz sind.

 

INES-Stellungnahme am 18.11.2016 zur Weiterentwicklung der Gasmarktgebiete:

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Berlin, 8. November 2016

Gemeinsame Verbändeerklärung der Gas-, Heizungs- und Bauwirtschaft zur gat 2016: Effiziente Energiewende? Mit Gas!

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) appelliert gemeinsam mit neun anderen Verbänden an die Politik, das Potenzial der Gaswirtschaft im Rahmen der Energiewende stärker zu berücksichtigen. Die Gaswirtschaft bietet mit Gas nicht nur einen klimafreundlichen und flexiblen Energieträger, der sich als Backup für die erneuerbaren Energien eignet. Die Gaswirtschaft bietet einen Energieträger, der perspektivisch zu 100 Prozent regenerativ hergestellt und damit vollständig grün werden kann. Die Beimischung von grünen Gasen wird aus fossilem Erdgas langfristig regeneratives Gas machen, das klimaneutral ist. Darüber hinaus bietet die Gasinfrastruktur erhebliches Speicher- und Transportpotenzial. Mit der Power-to-Gas-Technologie kann der Stromnetzausbaubedarf gedämpft werden – mit einer Infrastruktur, die bereits vorhanden und einsatzbereit ist.

„Wir brauchen eine Zukunftsvision, die Erneuerbares Gas mitdenkt", sagt Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Erdgasspeicher e.V. „Diese Vision eröffnet nicht nur der Gaswirtschaft einen Weg in ein Erneuerbares Zeitalter, sondern gibt der Politik auch ein flexibles Instrument an die Hand, um die Energiewende bezahlbar auszugestalten. Denn während bereits heute mit Erdgas CO2 kostengünstig eingespart werden kann, vollendet Erneuerbares Gas die Energiewende, ohne die Infrastrukturen dafür bauen zu müssen."

 

Gemeinsame Verbändeerklärung der Gas-, Heizungs- und Bauwirtschaft:

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Berlin, 28. Oktober 2016

Gemeinsamer Appell der Gaswirtschaft zum Klimaschutzplan 2050: Gas kann grün!

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) appelliert gemeinsam mit neun anderen Verbänden und Vereinigungen der deutschen Gaswirtschaft und Heizungsindustrie an die Politik, auf das Potenzial von Erneuerbarem Gas im Rahmen des Klimaschutzplans 2050 zu setzen. Gas kann grün!

Eine einseitige Vorfestlegung auf eine Elektrifizierung oder sogar Technologieverbote stünden dazu im klaren Widerspruch. Gas trägt bereits heute aber insbesondere auch langfristig – weit über 2030 hinaus – zu einer deutlichen Verbesserung der CO2-Bilanz unserer Energieversorgung bei. Die in Deutschland und europaweit vorhandene Gasinfrastruktur ist von entscheidendem Vorteil bei der Bewältigung der Herausforderungen der Energiewende. Durch die Aufnahme von erneuerbarem Strom wird die Gasinfrastruktur, insb. die Gasspeicher zur Batterie der Energiewende.

„INES hat bei der Erarbeitung des Appels die Bedeutung von Erneuerbarem Gas hervorgehoben", sagt Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der INES. „Der Energieträger Gas hat das Potential, aufgrund seiner Flexibilität sowohl Partner der erneuerbaren Energien zu sein, als auch selbst erneuerbar zu werden."

Neben INES tragen nachfolgende Institutionen den Appell mit:

  • Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE)
  • Biogasrat e.V.
  • Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH)
  • Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)
  • Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. (FIGAWA)
  • Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)
  • Fachverband Biogas e.V.
  • Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas)
  • Zukunft Erdgas e.V. (ZE)

 

Gemeinsamer Appell der Gaswirtschaft vom 28. Oktober 2016 zum Klimaschutzplan 2050:

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Berlin, 7. Juni 2016

In der Netzentwicklung Gas wird das Geld der Verbraucher von morgen verschleudert

Anstatt auf Erdgasspeicher zu setzen, bauen die Netzbetreiber immer mehr Leitungen bis zur Grenze. Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) hat im Rahmen seines Vortrags auf dem Workshop der Bundesnetzagentur zum Netzentwicklungsplan Gas 2016-2026 am 11. Mai 2016 darauf hingewiesen, dass die Speicher einen signifikanten Beitrag zur Reduktion des Ausbaus der Gasnetze und damit verbundener Kosten leisten können.

Um Vorschläge für eine kosteneffiziente Netzentwicklung vorzutragen, hat INES auch im Rahmen der jüngsten Konsultation zum Netzentwicklungsplan (NEP) Gas 2016-2026 eine Stellungnahme an die Bundesnetzagentur übermittelt. Anstatt auch in Hochlastzeiten auf eine Erhöhung der Gasimporte zu setzen wäre es viel günstiger, die dann benötigten Gasmengen verbrauchsnah aus Speichern zu beziehen. Die Netzentwicklungsplanung reflektiert diesen Zusammenhang jedoch nicht ausreichend. Erforderlich wären dafür Veränderungen der Planungsprämissen des NEP Gas:

  • Bestandsspeicher, die bisher nur über unterbrechbare Kapazitäten verfügen, sollten wie neue Gasspeicher vollumfänglich mit temperaturabhängigen Kapazitäten (TaK) modelliert werden.
  • Analog zum L-Gas-Bereich sollten für H-Gas-Speicher Füllstände in Höhe von mindestens 50 Prozent angenommen werden.
  • Speicherkapazitäten, die zur Nutzung im niederländischen Marktgebiet zur Verfügung stehen, aber auch in die deutschen Marktgebiete einspeisen können, sollten vollumfänglich in der Planung berücksichtigt werden.

Insgesamt ist die Netzentwicklung in den letzten Jahren zwar transparenter geworden. Allerdings wird noch immer keine H-Gas-Mengenbilanz von den Fernleitungsnetzbetreibern veröffentlicht. Die angesetzten Speicherkapazitäten sollten darüber hinaus analog zum L-Gas-Markt für einzelne Standorte differenziert angegeben werden.

INES hofft, dass der nun zweijährige Turnus zur Netzentwicklungsplanung den Fernleitungsnetzbetreibern die Gelegenheit zur Nachbesserung verschafft.

 

INES-Vortrag am 11. Mai 2016 auf dem öffentlichen Workshop der Bundesnetzagentur zum Netzentwicklungsplan Gas 2016-2026:

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INES-Stellungnahme am 27.05.2016 zum Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas 2016-2026:

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Berlin, 22. April 2016

INES kommentiert den ENTSOG Summer Supply Outlook 2016

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) kommentiert den ENTSOG Summer Supply Outlook 2016. Der Summer Outlook untersucht Engpässe in den Gasinfrastrukturen ausschließlich im Sommer, das heißt während des Zeitraums der Gaseinspeicherung. Inwieweit sich geringere Speicherfüllstände auf die Gasverfügbarkeit im Winter auswirken können, ist hingegen nicht Gegenstand des Summer Outlooks. Es sollte deshalb nicht leichtfertig angenommen werden, dass eine auskömmliche Verfügbarkeit von Speichergas für den kommende Winter bereits heute gesichert ist.

Der Sommer Outlook der europäischen Fernleitungsnetzbetreiber (ENTSOG) wurde am 20. April 2016 veröffentlicht. Dieser untersucht in einer Modellierung insbesondere die Frage, welche Füllstände bis zum 30. September 2016 erreicht werden können. ENTSOG kommt zu dem Ergebnis, dass ein Füllstand von bis zu 100 Prozent möglich ist. Dies zeigt, dass die Speicherinfrastruktur dem Markt zur Nutzung zur Verfügung steht. Zurecht weist der Bericht aber darauf hin, dass die tatsächlichen Füllstände am 30. September 20016 von dem Verhalten der Speichernutzer abhängig ist.


Aktuelles

Berlin, 22. April 2016

INES veröffentlicht Stellungnahme zum Änderungsverfahren zur Konni Gas-Festlegung

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) hält das Vorgehen der Bundesnetzagentur für richtig, die im Jahr 2012 analog für die beiden Marktgebietsverantwortlichen gefassten Beschlüsse auf den Prüfstand zu stellen.

Mit dem Rückgang der niederländischen und deutschen Gasproduktion und der damit verbundenen L-/H-Gas-Marktraumumstellung unterliegen die deutschen L-Gas-Märkte (GASPOOL und NCG) großen strukturellen Veränderungen. Mit der Marktraumumstellung wird im Grunde planwirtschaftlich der L-Gas-Verbrauch an das sinkende L-Gas-Angebot angepasst. Auf die verschiedenen Marktrollen hat dies weitreichende Auswirkungen. Im Jahr 2012 konnte der Prozess der L-/H-Gas-Marktraumumstellung bei der Einführung eines Konvertierungssystems in qualitätsübergreifenden Marktgebieten („Konni Gas“) in seiner gesamten Komplexität nicht vorhergesehen werden. Die damals analog für die beiden Marktgebietsverantwortlichen gefassten Beschlüsse sollten deshalb aus Sicht von INES auf den Prüfstand gestellt werden und Gegenstand einer umfassenden Konsultation der gaswirtschaftlichen Akteure sein.

Die bereits von der Bundesnetzagentur angekündigte Anhörung im Sommer dieses Jahres erscheint für eine solche Konsultation geeignet. Damit verbliebe auch den Akteuren ausreichend Zeit, sich eingehend mit den Regelungen zu beschäftigen und fundierte Vorschläge vorzutragen.

 

INES-Stellungnahme am 22.04.2016 zum eingeleiteten Verfahren der Bundesnetzagentur zur Änderung der Konni Gas-Festlegung

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Berlin, 3. August 2015

INES veröffentlicht Stellungnahme zum Speichergutachten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) warnt in einer Stellungnahme an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vor unzureichenden Maßnahmen bei der Bevorratung von Erdgas in Deutschland. Damit kritisiert INES die Ergebnisse des vom Ministerium in Auftrag gegebenen Speichergutachtens, das vor dem Hintergrund einer Bundesratsinitiative aus Bayern erstellt wurde. Zwar teilt die Initiative in ihrer Stellungnahme die Meinung der Gutachter, dass das hohe Versorgungssicherheitsniveau in Deutschland in entscheidendem Maße von ausreichend gefüllten Gasspeichern abhängt. Die Ansicht des Gutachtens, dass ausreichende Speicherfüllstände allein über wirtschaftliche Anreize mit höchstens flankierenden Maßnahmen sicherzustellen sein, ist für INES jedoch unverständlich.

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Stellungnahme zum Speichergutachten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie 

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Berlin, 05. Juni 2015

INES beteiligt sich an der Konsultation zum NEP Gas 2015

Der von den Fernleitungsnetzbetreibern gemeinsam erstellte Entwurf zum nationalen Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas) 2015 wurde von der Bundesnetzagentur (BNetzA) bis Anfang Juni zur Konsultation gestellt. Der Entwurf des NEP Gas 2015 enthält mehr als 70 Maßnahmen zum Ausbau der nationalen Gasinfrastruktur in den nächsten zehn Jahren.

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) hat sich aktiv an der Konsultation beteiligt und in einer Stellungnahme noch einmal auf die zentrale Rolle der Erdgasspeicher hingewiesen. So ist es aus Sicht der Speicherbetreiber volkswirtschaftlich wesentlich effizienter, vor einem Ausbau des Netzes zunächst den Einsatz geeigneter, auch marktbasierter Instrumente zu prüfen, die es den FNB erlauben, die im NEP Gas dargestellten Leistungserfordernisse auch mit einem verminderten und optimierten Ausbau des Netzes zu beherrschen.

Erdgasspeicher sind in diesem Zusammenhang ein wichtiger Baustein – sie sind durch ihre regelmäßig marktnahe Errichtung in hervorragender Weise geeignet das vorgelagerte Rohrleitungsnetz vor allem in Extremfällen zu entlasten und somit zu einem effizienten Netzausbauniveau beizutragen. Voraussetzung dafür ist aber die Schaffung eines Marktumfeldes, das die Vorhaltung von Gasmengen in Erdgasspeichern für ihren Einsatz zur Aufrechterhaltung der Systemstabilität und Versorgungssicherheit entsprechend honoriert.

Nach Auswertung der Stellungnahmen und Prüfung der Konsultationsergebnisse kann die BNetzA die Fernleitungsnetzbetreiber zu einer Überarbeitung des Entwurfs auffordern.


Stellungnahme zum NEP Gas an die Bundesnetzagentur
vom 05. Juni 2015

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Stellungnahme zum NEP Gas an die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V.
vom 13. März 2015

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Berlin, 19. März 2015

INES veröffentlicht Stellungnahmen zum Festlegungsentwurf BEATE

Die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) nimmt Stellung zu den bisher seitens der Beschlusskammer vorgelegten Entwürfen über die Bepreisung von Ein- und Ausspeisekapazitäten von Erdgasspeichern (BEATE). Dabei bedauert INES, dass wesentliche seitens INES eingebrachte Anmerkungen und Änderungsbegehren keine Berücksichtigung gefunden haben. Aus Sicht der Initiative werden die derzeitigen Regelungen das Ziel einer verursachungsgerechten transportseitigen Bepreisung sowie einer die Versorgungssicherheit unterstützenden Speichernutzung weitgehend verfehlen.

Die Kritik der Speicherbetreiber richtet sich vornehmlich gegen die Entwicklung der Netzentgelte an den Anschlusspunkten zu Gasspeichern. So forderte INES die Beschlusskammer auf, eine sach- und verursachungsgerechte Ermittlung der Netzentgelte an den Ein- und Ausspeisepunkten sicherzustellen und falsch gesetzte  Marktanreize für die Netzbewirtschaftung, die zu einer  Benachteiligung der Speichernutzung führen, zu korrigieren.

Die Festlegungen zu BEATE sind für die zukünftige Wirtschaftlichkeit der Speichernutzung und den Umfang von Speichervorhaltungen im Sinne der Versorgungssicherheit und Systemstabilität essenziell. Daher wird INES die Entwicklungen weiterhin aufmerksam beobachten und auf Fehlentwicklungen hinweisen.


Stellungnahme zum zweiten Festlegungsentwurf BEATE an die Bundesnetzagentur
vom 19. März 2015

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Stellungnahme zum zweiten Festlegungsentwurf BEATE an die Bundesnetzagentur
vom 23. Januar 2015

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Berlin, 26. Juni 2014

INES legt Positionspapier zur Versorgungssicherheit vor

Zur aktuellen Debatte um den Aufbau einer strategischen Erdgasreserve und zur Rolle der Erdgasspeicher bei der Energieversorgung in Deutschland hat die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) heute ein Positionspapier veröffentlicht. Darin fordert INES neben der Korrektur falsch gesetzter Anreize für einen marktbasierten Einsatz von Erdgasspeichern ergänzende Maßnahmen zur ausreichenden Vorhaltung von Gasmengen in Speichern. 

Das aktuelle Positionspapier steht Ihnen hier zum Download bereit. 

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Berlin, 07. März 2014

Speicherbetreiber fordern Überprüfung des NEP Gas

Der Verein der Gasspeicherbetreiber, Ines, fordert beim Netzentwicklungsplan (NEP) Gas die Überprüfung der Planung durch Experten. Ines sieht in seiner Stellungnahme zum NEP-Entwurf vor allem die notwendigen Ausbaumaßnahmen kritisch, mit denen zusätzliches H-Gas zum Ersatz von L-Gas importiert werden soll. Der Verband sieht hier das Risiko von Fehlinvestitionen. Um dies zu vermeiden sollten Planungsprämissen und Ergebnisse durch eine unabhängige Expertenkommission überprüft werden, schreibt der Verein in seiner Stellungnahme. So ist für Ines aus dem vorliegenden NEP-Dokument nicht ersichtlich, ob und in welcher Weise die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) die netzentlastende Wirkung von Speichern berücksichtigt hätten.

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