Fakten, Zahlen und mehr

Wie viele Erdgasspeicher gibt es in Deutschland?

Mit rund 25 Speicherbetreibern und über 47 Erdgasspeichern (Untertage) zählt Deutschland zu den weltweit größten Speichernationen. Das gemeinsame Fassungsvermögen der Erdgasspeicher liegt bei einer Arbeitsgaskapazität von ca. 23 Milliarden Kubikmetern Gas. Dies entspricht in etwa einem Viertel des gesamtdeutschen Erdgasverbrauchs pro Jahr.

Für die deutsche Energieversorgung spielen Erdgasspeicher eine zentrale Rolle. Sie gleichen mit einer Art Puffersystem tages- und jahreszeitliche Verbrauchsspitzen aus. Dabei gibt es eine ausgewogene Mischung aus Poren- und Kavernenspeichern.

Wo befinden sich die Erdgasspeicher?

In Deutschland gibt es knapp 40 Standorte von Erdgasspeichern. Grundsätzlich befinden sie sich meist in der Nähe von Verbrauchszentren und wichtiger Koppel- bzw. Grenzübergangspunkte des deutschen Ferngasleitungssystems, um Importgasmengen ausgleichen zu können. Vor allem jedoch ist die Lage der Speicher eine Folge geologischer Untergrundbedingungen.

Wie definiert sich das Speichervolumen eines Erdgasspeichers?

Das Speichervolumen eines Untertagespeichers ist die Summe aus seinem Arbeitsgas- und Kissengasvolumen. Dabei dient das so genannte Kissengas als Druckpuffer, das den Mindestdruck im Speicher aufrechterhalten soll. Es verbleibt als Restgasmenge permanent im Speicher. Das Gas, das ein- oder ausgelagert wird, bezeichnet man als Arbeitsgas – es ist für den Verbrauch bestimmt.

Wie funktioniert die Einlagerung?

Für die Einlagerung von Erdgas in einem Untertagespeicher wird das Gas zunächst gefiltert, gemessen, verdichtet und unter hohem Druck in den Speicher gepresst. Der entstehende Überdruck erleichtert es, umgekehrt Gas wieder auszuspeisen. Zwei Prozesse sind beim Ausspeisen notwendig: Zum einen die Wieder-Erwärmung des wegen des Druckverlusts nun stark abgekühlten Erdgas in der Förderanlage. Zum anderen die Gastrocknung in Trockentürmen, also der Entzug des während der Speicherung aufgenommenen Wassers, eine notwendige Prozedur, bevor das Gas in die Versorgungsnetze eingespeist werden kann.

Wie viel Erdgas kann in unterirdischen Lagerstätten gespeichert werden?

Die Größe der einzelnen Lagerstätten ist unterschiedlich und abhängig von geologischen Gegebenheiten und Speichertyp.

Wie sind die Pflichten der Speicherbetreiber in puncto Speicherzugang festgelegt?

Die Verpflichtungen der Speicherbetreiber sind im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) eindeutig festgelegt. §28 des  EnWG sieht den diskriminierungsfreien Zugang zu Speicherdienstleistungen vor. Die Speicherbetreiber obliegen zudem einer Transparenzanforderung, welche sie zur Offenlegung von Speichertarifen und -kapazitäten verpflichtet.